Die KI liefert Ideen. Doch Leadership entfacht Innovation.
Mit der Full Range of Leadership Menschen für Neues begeistern.
Mit der Full Range of Leadership Menschen für Neues begeistern.
KI analysiert Daten, entwickelt Ideen, schreibt Texte, bereitet Entscheidungen vor und übernimmt zunehmend immer mehr Arbeitsschritte oder schon ganze Prozesse. Und sie verändert Rollen, die Zusammenarbeit und ganze Geschäftsmodelle. Technologie eröffnet damit enorme Chancen für Innovation. Doch aus einer neuen Möglichkeit entsteht noch lange keine neue Wirklichkeit.
New Leadership beginnt, wenn Leader und Leaderinnen Antworten auf diese Fragen finden:
Wie gelingt es, Menschen für Neues zu begeistern? Wie entsteht Mut, Gewohntes zu hinterfragen? Wie finden Teams Orientierung und zugleich Freiraum für Experimente? Und welches Führungsverhalten wirkt, wenn Stabilität und Aufbruch gleichzeitig gefragt sind?
Eine spannende Antwort darauf gibt die Full Range of Leadership, denn diese setzt bewusst unterschiedliche Impulse.
Neue Tools und Technologien liefern keine Innovation
Der aktuelle CIO Artikel „Mit Transformational Leadership gezielt Innovation fördern“ rückt einen entscheidenden Gedanken in den Mittelpunkt: Transformationale Leader und Leaderinnen inspirieren Menschen, Veränderungen aktiv mitzugestalten. Sie geben Verantwortung ab, schaffen Raum für Kreativität und regen dazu an, vertraute Annahmen und Muster zu hinterfragen. In Zeiten von KI, veränderten Arbeitsweisen und fortschreitender digitaler Transformation gewinnt dieses Führungsverhalten deutlich an Bedeutung.
Das Modell von Bass und Avolio beschreibt vier zentrale Dimensionen: Idealized Influence, Inspirational Motivation, Intellectual Stimulation und Inividualized Consideration.

Intellectual Stimulation berührt dabei den Kern von Innovation.
Statt sofort Antworten zu liefern, stellt Leadership Fragen.
Statt alte Lösungen zu perfektionieren, lädt es zum Neudenken ein.
Statt Fehler zu vermeiden, schafft es einen Rahmen, in dem Menschen ausprobieren und lernen.
Was ist mit transaktionaler Führung?
Sie bleibt wichtig: “Geben und Nehmen”, “Leistung und Gegenleistung”. Ziele vereinbaren, Erwartungen transparent machen, Verantwortung klären, Ergebnisse und Prozesse im Blick behalten. Feedback geben und Verlässlichkeit schaffen.
Transaktionale Führung gibt Struktur, besonders dort, wo Abläufe sicher und zuverlässig funktionieren. Transformationale Führung richtet den Blick darüber hinaus: Was wollen wir neu denken? Wo liegt die nächste Chance? Welchen Beitrag leisten wir? Was dürfen und wollen wir loslassen?
Hier entwickelt die Full Range of Leadership ihre Stärke. Nicht: transaktional oder transformational. Sondern: Was dient der Situation, den Menschen und dem gemeinsamen Ziel gerade am meisten?
Und was ist mit „Laissez faire“?
Auch „Laissez faire“ hat in der Full Range of Leadership einen Platz. Modern interpretiert bedeutet es nicht, Menschen allein zu lassen. New Leadership schafft förderliche Rahmenbedingungen, klärt Hindernisse und gibt bewusst Gestaltungsraum. MitarbeiterInnen übernehmen Verantwortung, organisieren ihre Arbeit zunehmend selbst und treffen Entscheidungen dort, wo das Wissen liegt. Die Führungskraft bleibt ansprechbar, stellt Ressourcen zur Verfügung und unterstützt an der richtigen Stelle entwicklungsfördernd und wirksam.
Eine wichtige Frage lautet: Wo ist mehr Führung sinnvoll und wo entsteht mehr Wirkung, wenn Führung mehr Raum gibt?
KI verändert nicht nur Arbeit. Sie fordert Leader und Leaderinnen heraus.
Eine aktuelle McKinsey Untersuchung aus 2026 mit 750 Beschäftigten und Führungskräften zeigt: Ob die Arbeit mit KI in Organisationen Wirkung entfaltet, hängt stark davon ab, wie Arbeitsabläufe, Kultur, Betriebsmodell und Führungsverhalten zusammenspielen.
Anfangs haben wir gefragt, welche KI-Tools wir einsetzen? Das bringt uns nicht mehr weiter. Deshalb sollten wir fragen, wie führen wir, damit Menschen mit KI die Zukunft erfolgreich gestalten?
So geht’s! Erweitere Deine Leadership Range
Beobachte in den nächsten Tagen bewusst Dein eigenes Führungsverhalten:
- Klarheit: Wo geben Ziele, Rollen und Vereinbarungen dem Team aktuell Halt und Stabilität?
- Inspiration: Wo lohnt es sich, gemeinsam stärker über Sinn und Zukunft zu sprechen?
- Stimulation: Welche vertraute Annahme stellen wir mit der “Flip Flop-Methode” (Anleitung im Anhang) einmal komplett auf den Kopf?
- Entwicklung: Wen ermutige ich in dieser Woche einen mutigen nächsten Schritt zu gehen?
- Freiraum: Wo hilft weniger Kontrollieren und Eingreifen, damit Eigenverantwortung möglich ist?
Reflektiere: Wie wirksam bin ich gerade mit meinem Führungsverhalten? Wie fördere ich mehr Orientierung, mehr Eigenverantwortung, mehr Mut und mehr neue Ideen?
Stabilität im Heute. Mut für das Morgen.
Wer die eigene Leadership Range erweitert, führt nicht nach Gewohnheiten, sondern bewusster, denn das schafft Klarheit, ohne eng zu führen. Es öffnet Freiräume, ohne die Orientierung zu verlieren. MitarbeiterInnen erleben Vertrauen und übernehmen Verantwortung, Teams hinterfragen vertraute Lösungen und entwickeln neue Ideen.
So verbindet Leadership zwei Kräfte, die in Transformationen oft gleichzeitig gefragt sind: Stabilität im Heute und Mut für das Morgen. Auch wenn dies als Spannungsfeld wahrgenommen wird, entsteht hier Innovation, weil das Spannungsfeld bewusst zugelassen wird. Dies zeigt den Unterschied zwischen entweder-oder-denken vs. sowohl-als-auch-denken.

Und jetzt bist Du dran
Welches Führungsverhalten auf der Leadership Range setzt Du bereits sehr bewusst ein? Und welche Führungsstile dürfen in Zeiten von KI und Transformation stärker wachsen?
Experimentiere in dieser Woche mit genau einem Führungsmoment. Verändere bewusst Deinen Leadership Impuls: Stelle eine andere Frage, gib mehr Raum, teile ein Zukunftsbild und sprich über die Dinge, die wirklich wichtig sind und auf die Wertschöpfung einzahlen.
Denn KI eröffnet Möglichkeiten. Leadership macht daraus Zukunft.
Herzliche Grüße, Katrin Greßer

